Wie IoT das städtische Leben in Ulm bereichert: Jubiläum des LoRaPark

3. November 2021 von Burkhard Hoppenstedt

Am 18. Oktober 2021 wurde in Ulm ein einjähriger Geburtstag gefeiert. Das Geburtstagskind empfing seine Gäste am Weinhof in der Ulmer Innenstadt.

 

IoT im LoRaPark Ulm Jubiläum

 

Die Rede ist vom LoRaPark, einer städtischen Spielwiese für Sensoren. Hier können sich Bürger über verschiedene Arten von Sensoren informieren, Live-Messungen an Dashboards beobachten und natürlich die Sensoren vor Ort begutachten. 

 

Große Reichweite - Viele Möglichkeiten

Der Name des LoRaPark entstammt der Funktechnologie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network). Mit Hilfe dieser Technologie können Sensoren mit wenig Energieverbrauch auch über weite Strecken senden. Ein ideales Szenario für das städtische Umfeld! Die Sensoren kommunizieren über Gateways, welche einem WLAN Router in einem Heimnetzwerk entsprechen. Die Reichweite der Sensoren kann auf offener Fläche und ohne Hindernisse bis zu 40 km betragen.

In der Eröffnungsrede der abendlichen Festveranstaltung betont Professor Dr. Frank Kargl (Institut für Verteilte Systeme an der Universität Ulm) die Bedeutung der Entwicklungen rund um LoRaWAN. Durch die gestiegene Reichweite lassen sich Szenarien rund um das Thema Internet of Things (IoT) entwickeln, die nicht auf eine hohe Anzahl von Zwischenstationen zur Weiterleitung der Nachricht angewiesen sind.

 

IoT im LoRaPark Ulm Abdeckung des LoRaWAN

© Abdeckung der LoRaWAN Gateways in Ulm, Interaktive Karte [1], CC-BY-SA

 

Wer funkt denn da?

Der LoRaPark besteht aus aktuell 17 verschiedenen Sensoren, welche unter https://lorapark.de/ betrachtet werden können. 

Das Spektrum der Sensoren reicht von Wetterstationen, über Hochwassersensoren an Brücken, bis zu Rattenbekämpfungsstationen, die in Nürnberg bereits erfolgreich verwendet werden. Zum letzten Sensor stellte Jürgen Buchstaller von der Firma ball-b GmbH in seinem Impulsvortrag die moderne Rattenbekämpfung mit LoRaWAN Sensoren vor. Mit dieser Methodik konnten laut Jürgen Buchstaller in 400 Kommunen 100 Tonnen Rattengift eingespart werden.

 

IoT im LoRaPark Ulm

© eXXcellent. solutions - Erst auf den zweiten Blick sichtbar: Ein Temperatursensor überwacht die Temperatur in diesem städtischen Brunnen

 

Die Botschaft des LoRaParks besteht jedoch vor allem darin, mehr Menschen für die Verwendung der verteilten Technologien zu begeistern. Jedem Bürger und Unternehmen steht die Nutzung des öffentlichen LoRaWAN Netzes umsonst zur Verfügung. Regelmäßig laden Tüftler aus dem Verschwörhaus und dem Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach zum Basteln von individuellen Sensoren ein. Nur durch die Beteiligung von Bürgern und Unternehmen kann aus der Spielweise des LoRaParks etwas noch Größeres werden, was das städtische Leben in Ulm bereichert.

 

IoT im LoRaPark Ulm Messung der Wassertemperatur

© Verlauf der Wassertemperatur im Brunnen am Weinhof [2]

 

Welche Rolle spielt die eXXcellent solutions GmbH?

Wir unterstützen und entwickeln in der Anwendung des LoRaParks vor allem im Rahmen unserer Komponente Orchideo Connect, eine vollständige Realtime-Datenpipeline für Daten-Transformation, -Aggregation, -Auswertung und Machine Learning. 

Interessiert Sie unsere Arbeit im Umfeld von IoT? Kontaktieren Sie uns gerne.

 

Informationen zu den Themen LoRaPark und IoT

 

Presseartikel zum LoRaPark Jubiläum

 

 

Quellen

 

Weitere Informationen

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Über den Co-Autor Guido Schneider:

Guido-Schneider   Guido Schneider ist Projektmanager und Business Consultant im IoT-Umfeld bei exxcellent solutions. Er arbeitet seit über 25 Jahren in der IT-Branche. Durch seine langjährige Tätigkeit als Head of IT bei einem großen Retailer ist er auch mit der Kundensicht bestens vertraut und ein kompetenter Ansprechpartner bei der Digitalisierung von Unternehmensprozessen.

Über Burkhard Hoppenstedt

Als Portfolio Manager für IoT und Data Scientist entwickelt Burkhard Hoppenstedt Lösungen im Bereich IoT/Smart City. Neben der Softwareentwicklung promoviert er am Institut für Datenbanken und Informationssysteme an der Universität Ulm im Themenfeld Predictive Maintenance. Seine Freizeit verbringt er gerne mit Theater und Musik. In diesem Kontext ist er gespannt, wann die erste KI ihn als Laienmusiker ablösen kann.

Tags: Alle Blogbeiträge, Technologien, IoT

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