Wer ist Gewinner nach der Krise? Der Domino-Day der IT

21. September 2020 von Hubert Surrer

Suchen Sie jetzt den Domino-Stein, der die richtige Richtung vorgibt und stoßen Sie ihn an. Lesen Sie hier, welche Fragen jetzt relevant sind. In unserer Reihe finden Sie Beispiele von Prozessveränderungen und Methoden, die in der Krise Nutzen stiften. Lesen Sie hier den Auftaktartikel unseres Geschäftsführers Hubert Surrer und seines Co-Autors Benjamin Weinhold, unserem Head of Business Development:

 

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Das JETZT und SPÄTER - was wir vom „Hammer and the Dance - Ansatz” übertragen können

Eine Pandemie verursacht keinen üblichen Geschäftseinbruch – sie geht über Monate, ist ein weltweites Phänomen, es gibt kaum brauchbare Blueprints dafür. Deshalb sind besondere Maßnahmen erforderlich.

Am besten werden diejenigen Unternehmen aus der Krise kommen, die in den nächsten Monaten an den richtigen Stellen investieren, statt brutalem Cost-Cutting zu folgen. Die Kunst liegt darin, JETZT Themen mit kleinem Invest zur treiben, um SPÄTER damit durchzustarten.

Im Umgang mit dem Virus scheint die Strategie „The Hammer and the Dance“ von Tomas Pueyo von vielen Staaten als die Aussichtsreichste: Nach Wochen der Eindämmung mit dem Vorschlaghammer (Ausgangsbeschränkungen) folgt eine Zeit des kontrollierten Umgangs mit dem Virus – der Tanz mit überschaubaren Infektionen. Die Welt lernt tanzen:

 

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Quelle: Approximation of Countries along the Hammer and the Dance Phases (Stand 03.06.2020)

 

Das Chart hat den Stand 20. April 2020 -  60% der Weltbevölkerung in den Fängen des Hammers. In Deutschland beginnen wir aktuell, den Tanzkurs mit den Lockerungen.

 

Gartner beschreibt die drei Phasen einer Krise und gibt bestätigte Handlungsempfehlungen:

  1. Triage: Tsunamiartige Überforderung des Gesundheitssystems, schnelle Notwendigkeit zum Handeln – Eindämmung der Gefahr mit dem Hammer.
  2. Doldrums: Die Ruhe nach dem Erdbeben, Unsicherheit über ein Nachbeben – Leben und Tanzen mit dem Virus. In Deutschland befinden wir uns aktuell in dieser Phase.
  3. Recovery: Der Tanz ist vorüber, Optimismus wächst, Wachstum kann wieder beginnen

Quelle: „Manage an Economic Downturn in 3 Phases“

 

Eine Analyse der Finanzkrise 2008 zeigt, dass diejenigen Unternehmen das stärkste Wachstum nach der Krise hatten, die in der Krise maßvoll investiert haben.

Die wesentliche Empfehlung für die aktuelle Doldrums-Phase ist:

“Jetzt kleine Investments in Innovationen, gern mal experimentieren & lernen.”

Um die richtigen Stellen für kleine Investments zu identifizieren, stellen Sie sich zwei Fragen:

  1. Wie soll mein Unternehmen aussehen, das aus der Krise hervorgehen wird?
  2. Was ist der Stein, den ich jetzt anstoßen muss, damit alle anderen von alleine in die gewünschte Richtung fallen?

So investiert eine Handelsorganisation in digitale Messen und digitalen Großhandel, ein Riemenhersteller möchte sich auf „Antrieb as a Service“ vorbereiten. Neue Geschäftsmodelle werden ausprobiert und die IT dazu passend gemacht.

 

Ableitungen der richtigen IT-Schritte aus dem angepassten Geschäftsmodell

Aus dem angepassten Geschäftsmodell und den Geschäftszielen lassen sich die notwendigen Prozess- und Organisationsanpassungen ableiten. Die Anpassungen für die IT leiten sich wiederum aus diesem Schritt ab. Top down.

Daher ist es gerade jetzt sehr wichtig, diese Ausrichtung des Unternehmens auf die Geschäftsziele bis zur IT voranzutreiben. Denn die Wertschöpfungskette verläuft bottom up, wie in unserer Grafik beschrieben:

 

geschäftsmodell

Quelle: eXXcellent solutions

 

Das aufgezeigte Vorgehen gilt unabhängig von einer Krise: Jeder gute CEO stellt ständig sein Geschäftsmodell in Frage, entwickelt es weiter, optimiert es und sichert es ab.

Die Unterschiede in der Krise liegen in der Gewichtung:

  1. Fokussierung aufs Wesentliche: Jetzt noch konsequenter auf die nächsten wirklich wichtigen Dinge fokussieren, abgeleitet aus der angepassten Strategie.
  2. Die richtigen Steine anstoßen: Clever investieren, mit wenig Budget viel erreichen, z. B. durch Definition eines Minimalumfangs (MVP, Minimum Viable Product) und einer geschickt gewählten weiteren Stufung.
  3. Verschwendungsarm arbeiten: Dosierte Evaluation neuer Chancen durch ein hypothesenbasiertes Vorgehen und schnelle Validierung.

 

Wer übernimmt dabei welche Rolle?

Der CEO definiert die Ausrichtung. Der CIO ist Partner des CEO zur Unterstützung dieser Ziele durch IT. Wir haben diese Veränderungen in Boom-Zeiten mit CEOs und CIOs begleitet. Wir begleiten Unternehmen auch in Krisen-Zeiten.

Der Unterschied liegt im Vorgehen: Statt des „großen Wurfs“ bauen wir verstärkt Proof-of-Concepts, Minimum Viable Products (MVP) oder technische und prozessuale Evaluierungen – agil und in Scrum-Teams. Wir verstehen nicht nur die Anforderungen unserer Kunden, sondern haben immer den dahinterliegenden Nutzen für ihr Geschäftsmodell im Fokus. Denn den richtigen Stein im IT-Domino zu finden, ist das Geheimnis der Gewinner im Tanz mit der Krise.

 

Dies ist der Auftakt zu einer mehrteiligen Beitragsreihe. Lesen Sie die kommenden Artikel

 

Weitere Informationen

Haben Sie Fragen zum Thema Fokussierung auf die wesentlichen Geschäftsziele?

Schreiben Sie uns eine E-Mail.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

emailhubert.surrer@exxcellent.de

email benjamin.weinhold@exxcellent.de

 

Lernen Sie uns kennen:

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Über Hubert Surrer

Hubert Surrer ist Mitgründer der eXXcellent solutions und aktuell in der Geschäftsführung München als Head of Sales & Marketing aktiv. Er ist seit 25 Jahren im IT-Geschäft. Leitenden Rollen (VP und Account Executive) bei einem großen französischen Systemintegrator gingen der Selbständigkeit voraus. Seine Steckenpferde sind Systemisches Management, IT-Strategie + Change Management.

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